Das Gymnasium Ohmoor auf dem Weg nach Europa:
 
 
Comenius 2008 - Zu Gast in Elche

Vor ca. einem Jahr bewarb sich unsere Schule für das Comenius-Projekt der EU. Drei Schulen, die Sekundarschule SEVERO OCHOA aus Spanien, die katholische Mädchenschule École Fieldgen aus Luxemburg und das Gymnasium Ohmoor aus Deutschland tauschten sich über „Financial Literacy“ in den beteiligten Ländern aus.
Schon im September bereiteten sich die Wirtschaftskurse der spanischen und deutschen Schulen, sowie ein Projektmanagementkurs mit fünf Schülerinnen der luxemburgischen Schule auf den Besuch in Elche vor. Am 16.11. flogen wir sechs Schülerinnen und Schüler mit Frau Wiesner-Wehde, Frau Gatermann, Frau Gleisberg, Herrn Rauch und Herrn Erdmann für fünf Tage nach Elche, eine Stadt mit 300.000 Einwohnern in der Nähe von Alicante. Wir wurden sehr herzlich empfangen und auch gleich liebevoll von unseren Gastfamilien aufgenommen. Die folgenden Tage tauschten wir in gemischten Gruppen unsere Ergebnisse über die Finanzierungsmöglichkeiten im Kreditwesen für junge Menschen aus, wobei wir zahlreiche Unterschiede zwischen den drei Ländern erkannten. Zum Beispiel wurde deutlich, dass die Dienstleistungen der Banken in Spanien wesentlich kundenfreundlicher sind als die in Deutschland und Luxemburg, wo Informationen über Kredite nur schwer zugänglich waren und die Banken sich eher „zugeknüpft“ zeigten.
Trotz einiger sprachlicher Schwierigkeiten auf Seiten der Spanier kamen wir zu interessanten Erkenntnissen und Verbesserungsvorschlägen für die Kreditvergabe von Banken in der Eurozone, wie beispielsweise einheitliche Voraussetzungen in der EU oder die Transparenz der Kreditinformationen.
Anschließend entwickelten wir Fragebögen mit denen wir bis April 2009 weitere Informationen sammeln wollen, um für ein weiteres Treffen in Hamburg vorbereitet zu sein. Während dieser Zeit werden wir mit den Schulen in Kontakt bleiben.
Außerdem wurden wir hier mit dem gelassenen Lebensstil der Spanier konfrontiert (einen Zeitplan einzuhalten, war so gut wie unmöglich!) und lernten die wunderschöne Stadt Elche und ihre Einwohner näher kennen.
Insgesamt war es eine erfolgreiche, spannende und erfahrungsreiche Reise, an die wir gerne zurück denken werden.
„Hasta Luego“ oder „Hola!“, wie die „ilicitanos“ (Bewohner Elches) sagen.

Text: Navpreet Grewal, Neschat Haghighi, Marie Noll, Julian Ertner, Moritz Wiechmann
 
 

Aus der bilateralen fremdsprachenorientierten Partnerschaft mit dem 5. Fremdsprachengymnasium in Varna  wurde jetzt eine multilaterale Partnerschaft  mit der Ecole Privée Fieldgen, einer  Schule in Luxemburg und dem Institutode Enseňanza Secundaria Severo Ochoa, einer Schule in Elche bei Alicante in Spanien. Diese beiden Schulen und das Gymnasium Ohmoor wurden mit ihrer Bewerbung zur finanziellen Allgemeinbildung für die Teilnahme an  dem europäischem Programm für lebenslanges Lernen von 2007 -2009 ausgewählt (Comenius).
Ein erstes Treffen fand jetzt in Luxemburg statt, um die zukünftige Partnerschaft terminlich und inhaltlich abzusprechen.

Die Arbeitssprache ist Englisch, aber ebenso sind Französisch, Spanisch und Deutsch gefragt. Es gibt gewissermaßen eine „plurilinguale“ Annäherung. Es reicht eben nicht nur sich auf die „lingua franca“, das Englische zu verlassen:  In einem zusammenwachsenden Europa sind
dringend auch andere Sprachen wie z. B. Französisch, Spanisch und Deutsch  gefragt. Zum Beispiel lernen luxemburgische Grundschüler/innen (bis zur 6. Klasse geht die Grundschule) alle Fächer  in deutscher Sprache. Ab der 7. Klasse bis zur 10. oder 13. Klasse werden alle Fächer auf Französisch unterrichtet. Bei Unterrichtshospitationen konnten die Schülerinnen uns also auf Deutsch und französisch antworten. Die luxemburgische Schule war mit 1500 Schülerinnen sehr groß. Die Ausstattung der Klassenräume  war beneidenswert und auch die Größe der Lerngruppen war recht klein.
Unser gemeinsames Schulprojekt wird sich mit Inhalten des  SchülerBankings befassen. Überall in Europa sind die Kenntnisse über finanzielle Dienstleister eher unterentwickelt und überall ist der mündige, kritische Konsument gefragt. Wir Lehrer/innen werden also gemeinsam Case-Studies – Fallstudien - entwickeln, die unsere Schüler/innen dann bearbeiten. Die Ergebnisse werden dann von  Schüler/innen-Experten und Lehrer/innen im November in Alicante Englisch, aber auch Französisch und Deutsch ausgetauscht werden. Für die ständige Kommunikation werden wir mit Hilfe einer Internetplatform  eTwinning kommunizieren. Wir können dabei auf einen eigenen virtuellen Klassenraum zurückgreifen und per E-Mail, Chat und Dateiaustausch zusammenarbeiten. Die Arbeitsergebnisse werden dann auf einer gemeinsamen Webseite präsentiert. Fremdsprachenerwerb, Medieneinsatz, interkultureller Dialog und Inhalte lassen sich so sinnvoll miteinander verknüpfen. Einige Bilder geben einen Eindruck über unser erstes Projekttreffen:

"kalte" interkulturelle Begegnung
 

Jahresmotto

 

Text und Fotos: G. Wiesner-Wehde

Comenius