Lateinamerikahilfe

 


Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern, liebe Lehrkräfte, Ehemalige und sonstige Freunde des Gymnasiums Ohmoor!

Vor einigen Monaten erreichte uns eine Bitte des jetzt bald vollständig geschlossenen Gymnasiums Langenhorn. Über 20 Jahre hat diese Schule, wie viele andere Hamburger Schulen, eine Partnerschaft zu Schulen in Nicaragua (Mittelamerika) aufgebaut. Die kleinen ländlichen Schulen gehören zur Verwaltung der Partnerstadt Hamburgs Leon.
Der Schüler-  und Elternrat sowie die Lehrerkonferenz unserer Schule haben nun erfreulicherweise einstimmig beschlossen, diese Partnerschaft zu übernehmen.
Was beinhaltet nun diese neue Initiative?
Sehr viele Menschen in Nicaragua sind im Vergleich zu uns sehr arm. Arbeitslosigkeit bedrückt die Hälfte der möglichen Erwerbstätigen. Es fehlt der Mehrheit der Bevölkerung an für uns selbstverständlichen Errungenschaften: gesundes, fließendes Trinkwasser, Strom und Kanalisation. Viele Eltern können ihre oft zahlreichen Kinder nicht zur Schule schicken, da sie die Materialien, Schuluniform und das Fahrgeld nicht aufbringen können. Daher liegt das Analphabetentum sehr hoch. Die Hilfe für Schulen kommt nachhaltig den Menschen zu Gute durch bessere Bildung .Hier wollen wir ansetzen!
Einmal im Jahr schicken die Hamburger Partnerschaftsschulen gemeinsam einen Schiffscontainer mit dringend benötigten Schulmaterialien nach Leon. Diese Materialien werden gemeinsam bei einem günstigen Großhändler gekauft. Mit den gespendeten Geldern werden außerdem in Nicaragua Hefte und bedruckte Solidaritäts- T-Shirts besorgt. An dieser Aktion wollen wir uns in diesem Sommer zum ersten Mal beteiligen. Unsere Spenden kommen ganz direkt unseren eigenen Ohmoor- Partnerschulen zu Gute.

Zudem wollen wir langfristig unter dem Stichwort „Lateinamerikahilfe“ noch andere  Projekte fördern, die direkt  benachteiligten Kindern und Jugendlichen eine bessere Perspektive für die Zukunft bietet. Die Nicaragua-Schulpartnerschaft soll also ein Bestandteil der Hilfe sein – nicht jedoch ausschließlich. Wichtig ist uns hierbei, dass es sich nicht um das Geben von Almosen handeln soll, sondern, dass nur nachhaltige Projekte eine Unterstützung bekommen und zudem die Bedürfnisse und vor allem die Würde der lateinamerikanischen Partner beachtet werden. Zudem erscheint es wichtig und sinnvoll, Informationen und Kenntnisse über die entsprechenden Länder und die Beziehungen zwischen unserem Land und ihnen auch im Unterricht am Gymnasium Ohmoor zu verankern (z.B. durch landeskundliche Informationen in Geografie und im Spanischunterricht). Vielfältige Aktivitäten könnten entwickelt werden vom Briefwechsel in spanischer Sprache bis hin zum Engagement im Fair-Trade–Handel.
Es wäre klasse, wenn sich eine Gruppe von Schüler/innen und evtl. interessierten Eltern zusammenfindet, die im Team die Arbeit koordinieren und eigene Ideen entwickeln. Ansprechpartner sind hier Verena Maeffert und Karsten Frehe.

Bis zu den Sommerferien braucht das zukünftige Lateinamerika-Team am Ohmoor unser Spendengeld. Wir bitten nun alle um Eure/ Ihre Spenden (ab 3,- Euro pro Schuljahr).
Für Spenden ab 20,00 Euro für die Nicaragua- Schulpartnerschaft kann auf Wunsch eine steuerlich absetzbare Bescheinigung ausgestellt werden. Dazu muss auf dem  Überweisungsträger unter Verwendungszweck deutlich Name und Adresse eingetragen werden.
Konto: Karsten Frehe Nicaragua Schulpartnerschaft (Treuhand)
Nr. 1323122828  bei der Hamburger Sparkasse  BLZ  20050550

Verena Maeffert und Karsten Frehe

 

 
 

Vive la France – Austausch mit Sèvres bei Paris

 

Ein Austausch geht zu ende – ein neuer Austausch beginnt.
Seit mehr als 20 Jahren hatte das Gymnasium Ohmoor eine Austauschpartnerschaft mit einem Collège in Marly in der Nähe von Paris. Leider ließ dort das Interesse an der deutschen Sprache und einem Austausch immer mehr nach, so dass wir uns nach einer neuen Schule in Frankreich umsehen mussten.
 
 
Mit dem Collège SIS-Sèvres haben wir eine neue Partnerschule gefunden, in der das Interesse an der deutschen Sprache einen sehr hohen Stellenwert hat. SIS steht für Sections Internationales de Sèvres – internationale Abteilungen. Das Collège verfügt über zwei bilinguale Zweige, französisch-englisch und französisch-deutsch und passt damit sehr gut zum Gymnasium Ohmoor.
In diesem Jahr waren wir erstmalig mit einer Gruppe von 28 Schülerinnen und Schülern aus den 8. und 9. Klassen in Sèvres, im Mai wird der Gegenbesuch in Hamburg erfolgen.
Wir wurden äußerst freundlich aufgenommen, nach einem warmherzigen Empfang mit französischen Spezialitäten bei der Ankunft in der Schule, lernten die deutschen Schülerinnen und Schüler ihre französischen Familien kennen.
Die Dauer von 8 Tagen im familiären Rahmen ermöglichte es auch, sprachliche Fortschritte zu machen. Man kann einen Satz verstehen, auch wenn man nicht jedes einzelne Wort kennt, man hat keine Angst mehr vorm Sprechen. Außerdem lernt man die andere Lebensweise  kennen. Vor allem das Lernen in der Schule und das Essen zu Hause sind anders. Die Fahrt von Sèvres bis Paris-Montparnasse dauert mit der Vorortbahn etwa 7 Minuten – also stürzten wir uns auch in ein abwechslungsreiches Paris-Programm. Um nur einige Höhepunkte zu nennen: Eiffelturm und UNESCO, Champs-Elysées und Triumphbogen, Louvre und Notre-Dame, Montmartre mit Sacre-Coeur, Picasso-Museum und Centre Pompidou. Der Empfang im Rathaus in Sèvres war ein weiteres Ereignis, was den Schülerinnen und Schülern sicher lange in Erinnerung bleiben wird. Die stellvertretende Bürgermeisterin empfing uns im „Salle des Mariages“ – im Hochzeitszimmer (dekoriert mit wertvollen Vasen aus Sèvres-Porzellan) – und antwortete bereitwillig auf die vielen Fragen, die die deutschen Schülerinnen und Schüler vorbereitet hatten.  Natürlich haben wir auch die Möglichkeit genutzt, in Sèvres das Gebäude des CIEP – „Centre international d’études pédagogiques“ (internationales Zentrum für pädagogische Studien) zu besichtigen, das u. a. verantwortlich ist für die Zertifizierung des Bildungsministeriums im Bereich Französisch als Fremdsprache und damit für das DELF zuständig ist. Trauer beim Abschied – aber nicht mehr lange, dann werden wir die französische Gruppe in Hamburg begrüßen können.

 

Und hier noch ein Bericht der Französischen Schülerinnen und Schüler über unseren Aufenthalt in Frankreich (jpg-Bilddatei).

 

 

 

 

Aktive Bürgerinnen und Bürger in einem vereinten Europa
wir suchen – wir entdecken – wir entwickeln –
wir bauen – wir bewegen  =  wir machen mobil

Unsere Schule arbeitet mit fünf Partnerschulen mit denen regelmäßig Austausch stattfindet. Zwei der Schulen befinden sich in Frankreich, in der Nähen von Paris, zwei in den USA (Arizona und Pennsylvania) und eine in Stockholm, der Hauptstadt Schwedens.

Darüberhinaus haben Schülerinnen und Schüler am Comenius-Austauschprogrammes  mit dem 5. Fremdsprachen - Gymnasium in Varna teilgenommen. Und zwar  am  Wettbewerb für das beste Schulprojekt des Schuljahres 2003 / 2004 zum Thema: „Eimsbüttel und die Welt“ der  Bezirksversammlung Eimsbüttel.

„Die beteiligten Schülerinnen und Schüler beider Städte sollen im Rahmen des Projekts „Aktive Bürgerinnen und Bürger in Europa“ lernen, authentische gesellschaftliche und wirtschaftliche Probleme in ihrem Lebensumfeld zu erkennen, zu untersuchen und im Rahmen sowie mit Hilfe politischer Institutionen, mit Hilfe von Unternehmen, Verbänden und Gewerkschaften Lösungsmöglichen zu erarbeiten.“

 

So lautete unsere im Antrag formulierte Vorstellung für dieses Fremdsprachenprojekt  Als methodische Form  haben wir  die „Politikwerkstatt“ gewählt, die als Plattform für Bürgerbeteiligung an der Gestaltung der Zukunft zu sehen ist. Die Politikwerkstatt umfasst 10 Handlungsschritte:

 

   1. Probleme sammeln
   2. Probleme bestimmen
   3. Informationen sammeln
   4. Lösungsansätze prüfen
   5. Lösungsweg entwickeln
   6. Aktionsplan erstellen 
   7. Ausstellung vorbereiten 
   8. Ausstellung präsentieren
   9. Das Problem anpacken 
  10. Erfahrungen reflektieren

 

Diese Handlungsschritte haben die vier deutsch-bulgarischen Gruppen befolgt und im politischen Umfeld in Varna  zumindest Anstöße gegeben. Eine Gruppe hat sich mit dem Problem der Müllentsorgung in Varna befasst, eine zweite Gruppe hat die Möglichkeiten für die Einrichtung eines attraktiven Fahrradwegenetzes  ausgelotet,  eine dritte Gruppe will eine Firma gründen, um ein attraktives Angebot für Jugendreisen nach Varna zu entwickeln, die vierte Gruppe hat ein sinnvolles Konzept für eine Marketingstrategie für Privatanbieter von Ferienhäusern erstellt. Jetzt geht es darum, wie die Schülerinnen und Schüler trotz des Schulstresses weiter daran erfolgreich arbeiten, denn das projekt läuft über ein Jahr. Im Mai werden dann die bulgarischen Austauschpartner/innen für 14 Tage nach Hamburg kommen.

 
 

"Let`s Go West!" - Das USA - Austauschprogramm

 

 

Jeweils im Jahrgang 11 findet der von vielen lange erwartete Amerikaaustausch statt. Ungefähr 15 - 18 Schüler und Schülerinnen haben die Chance, 4 Wochen lang an dem Unterricht in unserer amerikanischen Partner High School teilzunehmen. Neben der Unterrichtserfahrung erhalten die deutschen Schüler und Schülerinnen einen direkten Eindruck von dem "American way of life", nicht nur in den Familien ihrer Gastgeschwister, sondern auch durch Ausflüge vor Ort. Sie haben die Möglichkeit, ihre Englischkenntnisse anzuwenden und zu vervollständigen und neue kulturelle Eindrücke zu sammeln.

 

 

Während des Aufenthaltes in den Familien und der Schule entstehen intensive Kontakte zu gleichaltrigen Jugendlichen des anderen Landes, die auch noch nach dem Austausch gepflegt werden. Zudem bekommen die Schüler und Schülerinnen ein Bild von der beeindruckenden amerikanischen Landschaft. Für die Gruppe, die nach Hollidaysburg (Pennsylvania) fährt, ist der viertägige New York Aufenthalt einer der Höhepunkte. Die Schüler, die Mesa (Arizona) besuchen, erleben den Grand Canyon, Monument Valley und andere Naturwunder. Die Austauschprogramme finden im jährlichen Wechsel statt.

Reisezeit für Arizona ist März/April, für Pennsylvania September/ Oktober. Der Gegenbesuch der amerikanischen Gäste erfolgt jeweils im darauf folgenden Juni. Sie leben in den Familien ihrer deutschen Partner.

Interkulturelles lernen